Thomas-Kling-Poetikdozentur 2015:
Marion Poschmann


 

Marion Poschmann | Foto: Jürgen Bauer



Zum Sommersemester 2015 übernahm Marion Poschmann die Thomas-Kling-Poetikdozentur an der Universität Bonn. Die 2011 von der Kunststiftung NRW geschaffene Poetikdozentur wurde zum fünften Mal besetzt. Marion Poschmann hielt ihre feierliche Antrittsvorlesung an der Universität Bonn unter dem Titel „Kunst der Unterscheidung. Poetische Taxonomie" am 13. April 2015.


Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, hat sich als Lyrikerin mit Bänden wie »Grund zu Schafen« oder »Geistersehen« einen Namen gemacht. Unter den zahlreichen Preisen und Stipendien, die sie erhielt, finden sich der Literaturpreis Ruhrgebiet, der Peter-Huchel-Preis und der Ernst-Meister-Preis. Zuletzt stand sie mit »Die Sonnenposition« auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises (Stand 2015).



Die Poetik-Dozentur wurde im Jahr 2015 begleitet von einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen:


Anlässlich des 10-jährigen Todestages von Thomas Kling fand auf der Museumsinsel Hombroich, dem Ort seines Wirkens, eine Gedenkveranstaltung statt, mit der die Stiftung Insel Hombroich die Persönlichkeit, das Werk und die große Bedeutung Thomas Klings für Hombroich würdigte. Mit den Gästen Marcel Beyer, Ulrike Janssen, Barbara Köhler und Norbert Wehr thematisierten Oswald Egger, der Nachfolger Klings im Bereich Literatur in Hombroich, und Ute Langanky, die mit der Stiftung Insel Hombroich das Thomas Kling Archiv betreut, Aspekte des Lebens und Arbeitens von Thomas Kling. Verschiedene Formate wie Lesung, Gespräch und die Präsentation des Hörbuchs "Die gebrannte Performance", das im April 2015 erschienen ist, erweiterten das Programm.

Eine Lesung im Literaturhaus Köln mit dem Titel „Thomas Kling und die lyrischen Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs“, sowie eine vom Literaturhaus Bonn organisierte Veranstaltungsreihe, um Thomas Klings Lyrik in der Stadt zu verankern, ergänzten das Programm.


Weiterführende Links:

Besprechung von "Die gebrannte Performance" in Deutschlandradio Kultur am 11.05.2015