Wort Welle Muschel Mensch: Eine Reise zu Rose Ausländer


Rose Ausländer  Foto: Riad Nassar



Czernowitz, New York, Düsseldorf - das sind nur einige der Stationen der großen Dichterin Rose Ausländer. Seit den 1960er Jahren lebte sie hier, zuletzt im Nelly-Sachs-Haus der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Zu ihrem 117. Geburtstag hat die Regisseurin Friederike Felbeck eine multimediale Performance gestaltet, die sich Ausländers Werk und Biografie annähert. Sie erzählt ein Stück wesentlicher jüdischer Identität in Düsseldorf.

Unter Mitwirkung der New Yorker Videokünstlerin Ruth Sergel, der Bühnenbilderin Ulrike Edinger-Donat und der Schauspielerin Nicola Thomas entsteht ein Panorama aus Erinnerungen und Gedichten.

In einem zweiten Teil stellt die Bearbeiterin Dr. Maria Behre ihr jüngst veröffentlichtes Rose-Ausländer-Lesebuch vor. Es ist erschienen in der Rheinischen Reihe der Nyland-Stiftung.



Wort Welle Muschel Mensch - Eine Reise zu Rose Ausländer am 11. Mai und 27. Junin 2018 um 19 Uhr im Heinrich-Heine-Institut. 


Mit Nicola Thomas als Rose Ausländer und Rudolf Schlager; Musik: Boleslav Martfeld; Video: Ulrike Edinger-Donat; Kamera und Schnitt: Steffi Kusemann.


Das Projekt wird gefördert von: Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW und dem Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf

In Kooperation mit: Heinrich-Heine-Institut und Hochschule Düsseldorf



Zusatz: Sonntag, 1. Juli 2018 um 15 Uhr – Ein geführter Parcours entlang der sieben Wohnungen der Rose Ausländer in Düsseldorf



Als Rose Ausländer in den 1960er Jahren endgültig nach Europa (und in den deutschen Sprachraum) zurückkehrt ist ihr erstes Ziel Wien. Nach einigen antisemitischen Zwischenfällen, die sie persönlich erlebt, und auf Rat von Freunden beantragt sie zeitgleich eine Wohnung in München und Düsseldorf. Die Stadt Düsseldorf ist die erste, die den Zuschlag erteilt – ein Zufall. Sie ist auf Reisen, zur Kur – Freunde bringen ihr Gepäck, ihr Hab und Gut, das in Koffern verstaut ist und das sie in einer Pension am Hauptbahnhof deponiert hat, nach Niederkassel. Aber nach einem Unfall pflegebedürftig wird sie diese Wohnung nie betreten, sie zieht ins Nelly-Sachs-Haus, das Eltern- und Pflegeheim der Jüdischen Gemeinde, und bleibt. Lediglich ihre Koffer haben acht Monate in der Wohnung auf der anderen Rheinseite verbracht. Im Nelly-Sachs-Haus bewohnt sie von 1972 bis zu ihrem Tod am 3. Januar 1988 ein Zimmer in der 4. Etage mit Blick auf den Nordpark. Von dort aus wird sie weltberühmt. Bestattet wurde sie auf dem Jüdischen Friedhof, einem Teil des Nordfriedhofs. In einem Keller an der Bilker Strasse bewahrt das Heinrich-Heine-Institut ihren Nachlass auf – in 56 dunkelgrünen Archivkapseln. Auf dem Campus der HSD Hochschule Düsseldorf wird im kommenden Jahr eine neu entstandene Straße nach ihr benannt werden. Aber der für sie vielleicht wichtigste Ort ist eine Parkbank im Nordpark unweit des Nelly-Sachs-Hauses mit Blick auf die Fontänen.
In Zusammenarbeit mit Studierenden der HSD Hochschule Düsseldorf und dem Erinnerungsort Alter Schlachthof wird ein Parcours entlang der sieben Wohnungen der Rose Ausländer in Düsseldorf entwickelt, den die Zuschauer live mit einem Shuttle-Bus und in Begleitung der Schauspieler Nicola Thomas und Rudolf Schlager erleben können.



Medienecho:


Rheinische Post



Foto: Riad Nassar



Foto: Riad Nassar



Foto: Riad Nassar




Wort Welle Muschel Mensch - Eine Reise zu Rose Ausländer, Seite 1
 

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Wort Welle Muschel Mensch - Eine Reise zu Rose Ausländer, 27.06.2018