Mimosa Echard und Michel Blazy,
Dortmunder Kunstverein


Mimosa Echard und Michel Blazy, LUCA, 2019, Dortmunder Kunstverein



Den französischen Künstler Michel Blazy (*1966 in Monaco, lebt in Paris) und die französische Künstlerin Mimosa Echard (*1986 in Alès, lebt in Paris) verbindet ihr ausgeprägtes Interesse für das Organische. Für Blazy steht es eng mit der Natur und ihrer Wachstumskraft, bei Echard stärker mit dem menschlichen Körper in Verbindung. So wächst in einer Arbeit Blazys aus einer mit Tomatenmark bemalten Wand ein reliefartiges Muster aus farbenfrohem Schimmel, während Echard in ihren Skulpturen und Malereien Materialien wie Wachs, Pflanzen, technische Objekte, Readymades und Abbildungen miteinander kombiniert und mit Stoff, Epoxidharz oder anderen klebrigen Flüssigkeiten zusammenfügt.


In dem theoretischen Ansatz beider Künstler, der sich an den Neuen Materialismus anschließt, wird das Politische in der Art und der Anwendung der von ihnen genutzten Materialien herausgestellt: Nicht nur der Mensch beeinflusst die Welt der Dinge, sondern die Dinge haben ebenso Einfluss auf den Menschen, auf sein soziales Miteinander und seine Identität. Für diese gemeinsam konzipierte Ausstellung entwickeln die Künstler eine ortspezifische Installation, in der Natur aus Unbelebtem wächst, Organisches auf Künstliches trifft und der fließende Austausch zwischen Materie und ihrer Umgebung sichtbar wird. 


Text: Dortmunder Kunstverein



Die Ausstellung wird von der Kunststiftung NRW gefördert.



Ausstellungsdauer:


Mimosa Echard und Michel Blazy

LUCA - Last Universal Common Ancestor

16. März bis 26. Mai 2019


Dortmunder Kunstverein

Park der Partnerstädte 2

Dortmund



Installationsansicht Mimosa Echard und Michel Blazy, LUCA, 2019, Dortmunder Kunstverein