Ein Gespräch stiften | 2017


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Jede Zeit in der Geschichte hatte ihre ganz eigenen Unsicherheiten. Blickt man zurück, empfand sich offenbar jede Gesellschaft und Epoche selbst in einer „Krise“. Dennoch scheint unsere Zeit eine besonders bewegte zu sein. Die von jeher stets sehr verschieden gelagerten Entwicklungen der Welt werden durch Globalisierung und Digitalisierung in einer nie gekannten Gleichzeitigkeit erlebt:
Disparate Weltgeschichte in Echtzeit für alle. „Aus den Fugen geraten“ ist die Zustandsbeschreibung der Stunde – in dieser Situation suchen Menschen nach Verlässlichkeit, nach dem, was bleibt.



mit

Nora-Eugenie Gomringer, Bachmann-Preisträgerin 2015 und Leiterin des Künstlerhauses Villa Concordia, Bamberg

Prof. Dr. Andreas Urs Sommer, Philosoph und Sonderpreisträger des Börsenvereins 2016, Freiburg

Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, Düsseldorf



"Werte. Warum man sie braucht, obwohl es sie nicht gibt" ist der Titel des jüngsten und viel diskutierten Buches von Andreas Urs Sommer. Der Freiburger Philosoph und Nietzsche-Experte wurde dafür vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels 2016 mit dem Sonderpreis für herausragende geistes- und sozialwissenschaftliche Publikationen ausgezeichnet. Mit ihm auf dem Podium diskutierte Nora Gomringer, die 2015 den Bachmann-Preis erhielt. Die Lyrikerin und Performerin leitet das Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg und hat soeben ihre "Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten" mit dem dritten Band "Moden" abgeschlossen. Die beiden trafen auf die Kunsthistorikerin und Publizistin Ursula Sinnreich. Die Generalsekretärin der Kunststiftung NRW ist auch die Initiatorin der Reihe "Ein Gespräch stiften".



Das von Peter Grabowski moderierte Gespräch fand am 10. Mai 2017 um 18 Uhr in der Kunststiftung NRW statt und wurde am 28. Mai 2017 im WDR 3 Forum - Kunst und Kultur im Diskurs um 19.04 Uhr gesendet. Es kann hier nachgehört werden.



Nora-Eugenie Gomringer, Foto: CI                 Prof. Dr. Andreas Urs Sommer, Foto: CI

 



mit

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Nele Hertling, Direktorin der Sektion Darstellende Künste an der Akademie der Künste Berlin

Prof. Dr. Dirk Baecker, Lehrstuhl für Kulturtheorie an der Universität Witten-Herdecke



Isabel Pfeiffer-Poensgen, die im Juni an die Spitze des neuen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen berufen wurde. Die langjährige Theaterintendantin Nele Hertling gilt nach über 50 Jahren in den verschiedensten Institutionen und Gremien als „Grande Dame der Off-Kultur“. Der Soziologe Dirk Baecker leitet nach vielen nationalen und internationalen Lehr- und Forschungsstationen zurzeit die Fakultät für Kulturreflexion an der Universität Witten-Herdecke. Er ist Autor zahlreicher Bücher zum Thema, fragte unter anderem „Wozu Kultur?“ (2000) und „Wozu Theater?“ (2013).



Termin: 12. Dezember 2017 um 18.30 Uhr in der Kunststiftung NRW, Roßstraße 133 in Düsseldorf


Die Debatte wurde im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit WDR 3 für die Sendung „Forum“ aufgezeichnet und am 13. Januar 2018 um 19.04 Uhr gesendet.

Hier können Sie den Beitrag nachhören!