Julio Cortázar – Die Katzen




Die frühe Erzählung Die Katzen  /  Los gatos aus dem Nachlass Julio Cortázars wurde erstmals ins Deutsche übertragen: Die Übersetzung aus dem Spanischen von Henriette Terpe und Frank Henseleit entstand als Übersetzungsprojekt der Kunststiftung NRW und erschien in der Schriftenreihe Literatur.




Rezension von Tobias Eisermann als Audio-Beitrag bei WDR 3 Mosaik vom 24.07.2018


Rezension von Dirk Fuhrig als Audio-Beitrag bei Deutschlandfunk Kultur vom 09.07.2018


Rezension von Katharina Döbler als Audio-Beitrag bei rbb Kulturradio vom 08.06.2018



Buenos Aires in den 1940er Jahren. Marta und Carlos María, Cousine und Cousin, wachsen zusammen wie Geschwister in der Familie Hilaire auf. Wilde Kinderspiele auf dem weitläufigen Besitz wandeln sich im Lauf der Zeit zu anspruchsvollerem Zeitvertreib. Das Älterwerden bringt ein neues, irritierendes Interesse aneinander mit sich. Die Jahre vergehen, aus kindlichen und pubertären Neckereien entsteht ein verbotenes erotisches Spannungsfeld der Anziehung und Abstoßung. Als Rolando in Martas und Carlos Marías vertrauten Kosmos eindringt, scheinen sich die Beziehungen schmerzhaft zu klären. Carlos María ist zerrissen zwischen Eifersucht und heroischem Verzicht – bis ein rätselhafter Brief seines Vaters ihn auf die Spur eines Familiengeheimnisses bringt. (Verlagstext)



Die Katzen  /  Los gatos

Erzählung. Zweisprachige Ausgabe.

Schriftenreihe der Kunststiftung NRW
Literatur, Band 11
Herausgegeben von der Kunststiftung NRW

Lilienfeld Verlag, Düsseldorf

 

 


Zur Übersetzung:


Die gemeinsame Übertragung von Los gatos ins Deutsche ist im Rahmen des Übersetzungsschwerpunktes der Kunststiftung NRW als Mentoringprojekt entstanden: Henriette Terpe, Jahrgang 1989, hat ein Physikstudium abgeschlossen und sich dann der Romanistik zugewandt. Mit einem Auszug aus Cortázars Los gatos nahm sie 2015 am Stilseminar für Übersetzer im EÜK-Straelen teil. Frank Henseleit, Jahrgang 1964, ist Herausgeber und Übersetzer für spanische und portugiesische Literatur, er übersetzte Fernando Pessoa, Mário de Sá-Carneiro, Jorge Luis Borges und andere. (Verlagstext)



Zum Autor:


Julio Cortázar, 1914 als Sohn eines argentinischen Diplomaten in Brüssel geboren, lebte ab 1918 mit seiner Schwester und der Mutter in einem Vorort von Buenos Aires. Mitte der 1940er Jahre wurde er Professor für französische Literatur in Mendoza, emigrierte aber 1951 in Opposition zum Regime Juan Peróns nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod lebte. Ab 1952 arbeitete er für die UNESCO als Übersetzer, zudem übertrug er unter anderem Robinson Crusoe und die Erzählungen Edgar Allan Poes ins Spanische; der Einfluss Poes ist auch bei seinem eigenen Werk spürbar. Julio Cortázar starb 1984 in Paris. Er gilt als einer der großen lateinamerikanischen Autoren auf der Grenze zwischen Realismus und Phantastik., 1914 als Sohn eines argentinischen Diplomaten in Brüssel geboren, lebte ab 1918 mit seiner Schwester und der Mutter in einem Vorort von Buenos Aires. Mitte der 1940er Jahre wurde er Professor für französische Literatur in Mendoza, emigrierte aber 1951 in Opposition zum Regime Juan Peróns nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod lebte. Ab 1952 arbeitete er für die UNESCO als Übersetzer, zudem übertrug er unter anderem Robinson Crusoe und die Erzählungen Edgar Allan Poes ins Spanische; der Einfluss Poes ist auch bei seinem eigenen Werk spürbar. Julio Cortázar starb 1984 in Paris. Er gilt als einer der großen lateinamerikanischen Autoren auf der Grenze zwischen Realismus und Phantastik. (Verlagstext)



Ingendaay, Paul: Das Reich der verbotenen Nostalgie, in: FAZ vom 28.07.2018, S. 12.