Norbert Scheuer: Am Grund des Universums
Premierenlesung im Literaturhaus Köln


Am 10. September 2017 um 18 Uhr lädt die Kunststiftung NRW zur Premierenlesung ins Literaturhaus Köln: Norbert Scheuer liest aus seinem aktuellen Buch "Am Grund des Universums" und spricht mit dem Autor und Dozenten Andreas Erb über das Glück des Alltags, Manfred Lang trägt Passagen im Eifler Dialekt vor.


                               Norbert Scheuer, Foto: Elvira Scheuer


Ein Stausee soll vergrößert und ein Ferienpark errichtet werden: Vor diesem Hintergrund wird ein fantastischer Reigen abenteuerlicher Geschichten erzählt, deren Kristallisationspunkt die Cafeteria eines Supermarktes in Kall, einem imaginären, aber doch realen Städtchen ist. Es geht um die erste Liebe zwischen Nina und Paul, den Liebesverrat von Sophia und Eugen und eine späte, glückverheißende Leidenschaft zwischen Herrn Vallentin und Isabell. Daneben begegnet den Lesern in dramatisch-poetischen Episoden die Wirkkraft menschlicher Schwächen und enttäuschter Hoffnungen, und wir erfahren, welche Folgen Betrug, Intrigen und das Streben nach Bereicherung freisetzen können. Die Grauköpfe, eine Gruppe alter Männer, versuchen von ihrem Stammplatz in der Cafeteria aus hinter all die Geheimnisse des Alltags im „Urftland“ zu kommen und die verborgenen Mechanismen dieses Universums zu begreifen. Aber auch sie sind verstrickt und können den wahren Grund der Dinge nicht erkennen. Aber wir vielleicht? Raffiniert und spannend, suggestiv und poetisch erzählt Norbert Scheuer in seinem neuen Roman vom Glück des Alltags, unerfüllten und erfüllten Sehnsüchten, von einer Welt verschollener Dinge und ihrer großen und kleinen Geheimnisse.



Norbert Scheuer, geboren 1951, arbeitet als Systemprogrammierer. Er erhielt zahlreiche Literaturpreise und veröffentlichte zuletzt die Romane „Peehs Liebe“ (2012) und „Die Sprache der Vögel“ (2015), der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. Sein Roman „Überm Rauschen“ (2009) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und war 2010 „Buch für die Stadt“ in Köln und der Region. Er lebt in der Eifel.


Die Arbeit am Roman wurde von der Kunststiftung NRW gefördert.



Pressestimmen:

Frankfurter Rundschau

Deutschlandfunk Kultur

Deutschlandfunk

3Sat Kulturzeit

3Sat Kulturzeit, Kulturzeit-Gespräch mit dem Literaturkritiker Hubert Winkels

WDR 5 Scala